Erdgas (CNG)
Erdgas
Im Gegensatz zum Autogas, dass auf keinen Fall mit Erdgas gleichgesetzt werden darf, allein schon wegen dem geologischen Ursprung und der andersartigen industriellen Verarbeitung, kann Erdgas (CNG, lies: Compressed Natural Gas) nicht nur zum Heizen und Kochen in Haushalten genutzt werden, sondern steht dem mobilen Menschen als alternativer Treibstoff zur Verfügung. Zwar hat sich Erdgas ziemlich gut bei öffentlich-rechtlichen Unternehmen wie Stadtbusse und Taxiunternehmen durchgesetzt, der große Erdgasfahrzeugboom im privaten Konsumentenbereich ist trotz Serienfahrzeugangebot vieler Markenhersteller bis dato ausgeblieben. Dabei kann ähnlich wie beim LPG-Betrieb jeder handelsübliche Ottomotor zum Erdgasbetrieb umgerüstet werden mit ähnlichen Vor-und Nachteilen. Dann spricht man vom bivalenten Antrieb. Das Gegenstück dazu ist der monovalente Antrieb, hier handelt es sich um ein reines Erdgasfahrzeug, dass aber einen Nottank von 15 l Benzin bereitstellt. Ein reiner Erdgasmotor ist technisch besser abgestimmt, hat einen optimaleren Kraffstoffverbrauch zu günstigeren Schadstoffemissionswerten. Der wohl beste Entscheidungsgrund zum Kauf eines Erdgasfahrzeugs ist die staatlich steuerliche Subvention, einerseits des Treibstoffs Erdgas andererseits durch eine minimierte Kraftfahrzeugsteuer.
Vorteile:
Fakt ist …
- … daß Erdgas umweltfreundlicher verbrennt als herkömmlicher Flüssigtreibstoff, in Zahlen: bei Hi-Gas bis zu 25 % weniger Kohlendioxid (CO2), bis zu 75 % weniger Kohlenmonoxide (CO) und bis zu 60 % weniger Kohlenwasserstoffe (HC), bei Low-Gas bis zu 5 % weniger Kohlendioxid (CO2), bis zu 50 % weniger Kohlenmonoxide (CO), bis zu 80 % weniger Kohlenwasserstoffe (HC), bis zu 70 weniger Stickoxide (NOx) und fast keine Rußpartikel
- … daß Erdgas in Deutschland und den meisten europäischen Ländern steuerlich begünstigt ist und somit der kg-Preis wesentlich günstiger ist als konventioneller Treibstoff
- … daß sämtlche Ottomotoren des bundesweiten Gebraucht-Fuhrparkes schnell umgerüstet werden können zu Mehrkosten zwischen 3000 und 4500 €, die sich bei geringerem kg-Preis nach ca. 40 000 bis 50 000 km amortisieren
- … daß es bereits Erdgas-Serienfahrzeuge von diversen Markenherstellern gibt wie z. B. Mercedes-Benz, VW, Ford, Honda, Toyota, Fiat, Citroen, Opel etc.
- … daß man im Zuge des bivalenten Antriebes auf den Benzintank nicht verzichten muss und immer noch Benzin als Teibstoff verwenden kann
- daß andere Gasarten (z. B. Biogas) mit ähnlichen Verbrennungs-und Verdichtungseigenschaften als zusätzliche Energiequelle genutzt werden können
Nachteile:
Fakt ist aber auch …
- … daß es sich bei Erdgas immer noch um einen fossilen demnach schwindenden Rohstoff handelt. Längerfristig gesehen ist CNG keine endgültige Lösung des Mobiltätsproblems der Zukunft und kann keine echte Alternative sein für kommende Generationen
- … daß Erdgas ein fossiler Rohstoff ist, somit also auf dem Weltmarkt gekoppelt ist an die stetig steigende Preisspirale des Rohstoffs Öl
- … daß die Nachfrage und Popularität von Erdgas für Privatnutzer immer noch viel zu gering ist um eine bessere Klimabilanz zu erreichen
- … daß es gerade mal 800 Erdgas-Tankstellen in Deutschland gibt, somit die Infrastruktur für Erdgasfahrzeuge stark ausbaufähig ist. Europaweit sieht es zum Teil noch schlechter aus, es ist ein starkes Nord-Süd-Gefälle bemerkbar
- … daß beim grenzüberschreitenden Verkehr und Vollbetrieb eine genaue Reiseinformation und Routenwahl bezüglich der Versorgung extrem wichtig ist
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