Der Benzinpreis ändert Kaufverhalten
Das Synonym für Billigauto heißt in Deutschland Dacia Logan. Fast ein Viertel aller im KÜS Trend-Tacho befragten Autofahrer nannten spontan diesen Markennamen. “Zwei von drei Befragten würden sich wegen der von ihnen angenommenen geringeren Qualität kein so genanntes Billigauto kaufen, wobei im Umkehrschluss drei Viertel aller Kaufinteressenten aufgrund der heutigen Fahrzeugpreise gezielt nach billigeren Autos suchen”, erläutert KÜS-Sprecher Hans-Georg Marmit das Umfrageergebnis. Im Hinblick auf den Kauf eines gebrauchten Fahrzeuges würde ein Viertel der Autofahrer einen preiswerten Billigwagen einem gleich teuren Gebrauchtwagen vorziehen.
Bemerkenswert ist auch die Einstellung der Autofahrer zu den Kleinwagen-Modellen der Hersteller. Steigende Treibstoffkosten sind der Grund für 77 Prozent der Befragten, den Kauf eines Kleinwagens als mögliche Alternative zu sehen. Für fast ein Drittel ist grundsätzlich klar, dass beim nächsten Autokauf ein kleineres Fahrzeug als das bisherige angeschafft wird. Höchst interessant ist zudem die Frage, wie die Ausstattungsvarianten den Fahrzeugkauf beeinflussen. 41 Prozent der Befragten kaufen lieber einen Kleinwagen mit einer hochwertigen Vollausstattung, 59 Prozent ziehen ein gleich teures Mittelklassefahrzeug mit Standardausstattung vor.
Bei der grundsätzlichen Frage neuer Kleinwagen oder gleich teurer Gebrauchter gaben 48 Prozent der Interviewten an, den neuen Kleinen kaufen zu wollen, 52 Prozent würden sich für den gleich teuren gebrauchten Mittelklassewagen entscheiden.
Das Alter der Interviewten spielt bei der Frage nach den geplanten Ausgaben für das Jahr 2009 eine Rolle. 41 Prozent von ihnen im Alter von 60 Jahren und mehr wollen bei den Autoausgaben “mehr sparen”, 29 Prozent der unter 30-Jährigen planen indes, für das Auto mehr auszugeben. Für die meisten ist eine große Investition aber wohl in weite Ferne gerückt. Nur neun Prozent gaben an, demnächst einen Neuwagen kaufen zu wollen. Von den Befragten, die kein neues Fahrzeug kaufen wollten, gaben 81 Prozent an, sie hätten “keinen Bedarf”, bei 16 Prozent sei kein Budget vorhanden, wurde als Begründung genannt. Drei Prozent “verschieben aufgrund der derzeitigen unsicheren Wirtschaftslage den Kauf eines neuen Autos”, so die Studie.
textquelle: ddp
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