Preiswertes Gas kann teures Benzin ersetzen

Der Verbrauch

29.04.2009 | Eine von der Mineralölsteuer begünstigte Kraftstoff-Alternative zum Benzin ist Gas. Mal kommt es als komprimiertes Erdgas zum Einsatz, mal als Auto- beziehungsweise Flüssiggas. “Beide Systeme sind nach sachgemäßem Einbau in einer Fachwerkstatt und anschließender TÜV-Abnahme inklusive Abgasgutachten absolut sicher”, sagt Gunnar Pflug, Leiter des Technologiezentrums Verkehrssicherheit beim TÜV.

Bei Billigangeboten für Umrüstsätze - auch aus dem benachbarten Ausland - ist Vorsicht geboten. “Wenn die erforderliche Abgas-Expertise fehlt, wird das Schnäppchen schnell zur Kostenfalle”, warnt Pflug. Denn ohne ein solches Gutachten ist in Deutschland eine Kfz-Zulassung für den bivalenten Betrieb - Gas und Benzin - unmöglich. Die Zusatzkosten für ein Einzelgutachten belaufen sich schnell auf 1500 Euro.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher sein Fahrzeug von einem amtlich anerkannten Sachverständigen nach der deutschen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung prüfen lassen. “Diese Fachleute sind Ingenieure mit einer Zusatzqualifikation. Sie checken akribisch, ob alle Komponenten der Gasanlage - etwa Leitungsanschlüsse - zugelassen sind und zudem sicher verbaut wurden”, erklärt Pflug.

Für Gebrauchtwagen eignet sich eher die Nachrüstung einer Autogasanlage. Der Aufwand ist geringer, der zweite Tank findet in der Reserveradmulde Platz. Beim Einsatz von Erdgas dürfen die Werkstätten wegen des hohen Drucks von 200 bar nur zylindrische Tanks verwenden, die bei einer Nachrüstung fast immer im Kofferraum untergebracht werden. Das reduziert den Stauraum erheblich. Bei Neufahrzeugen sind die Tanks meist unter das Auto montiert.

textquelle: ddp

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