Studie: Ölstand wird zu selten kontrolliert

Das Getriebe eines Fahrzeugs

21.05.2010 | Fast jeder vierte Autofahrer in Deutschland ist mit deutlich zu wenig oder mit zu viel Motorenöl unterwegs - in beiden Fällen riskiert man massive Schäden am Motor. Bei jedem fünften Fahrzeug (20,2 Prozent) fehlt durchschnittlich ein ganzer Liter Motorenöl, und bei 2,7 Prozent zeigt der Peilstab einen zu hohen Füllstand an.


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Offenbar mehr Öl-Bewusstsein zeigen die Teilnehmer bei der Schmierstoff-Qualität. So werden die Einsparpotenziale von synthetischen Motorenölen und Leichtlaufölen beim Kraftstoffverbrauch vielfach genutzt: Mehr als drei Viertel aller Befragten verwenden moderne voll- oder teilsynthetische Motorenöle, die den Verbrauch im Vergleich zu einem mineralölbasischen Schmierstoff um bis zu vier Prozent reduzieren.

Je älter das Auto, desto weniger wird offenbar dem richtigen Ölstand Aufmerksamkeit gezollt. Während im Segment mit einem Fahrzeugalter zwischen einem und drei Jahren nur 12,9 Prozent der Autos einen bedenklichen Ölstand aufwiesen, wuchs der Anteil in der Teilmenge zwischen vier und sechs Jahren auf 18,3 Prozent und erreichte bei den sieben- bis neunjährigen Wagen 23,2 Prozent. Ab einem Fahrzeugalter von zehn Jahren kletterte der Anteil auf 25,6 Prozent. Diese Ergebnisse stützen die These, dass Autofahrer mit zunehmendem Fahrzeugalter auf die regelmäßige Wartung in der Fachwerkstatt verzichten und diese eher in Eigenregie durchführen - wenn überhaupt.

Autofahrer mit relativ jungen Fahrzeugen wiederum verlassen sich ausschließlich auf den turnusmäßigen Ölwechsel im Rahmen der Inspektionen und prüfen selten oder nie eigenhändig den Ölstand. Für diese Schlussfolgerung spricht, dass fast jeder fünfte Studienteilnehmer im jüngsten Fahrzeugsegment (ein bis drei Jahre) die verwendete Motorenöl-Sorte nicht nennen konnte. Schon ab einem Fahrzeugalter von vier Jahren sank dieser Anteil deutlich auf 13,7 Prozent.

Der Anteil der Wartungsmuffel ist unter Frauen und Männern übrigens nahezu identisch: 23,5 Prozent aller befragten Frauen stellten ein Fahrzeug mit falschem Ölstand zur Hauptuntersuchung vor, bei den Männern waren es 22,4 Prozent.1



  1. textquelle: ddp []

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