BASF und Hyundai präsentieren das Auto der Zukunft - den i-flow

Auf dem 3. und letzten Pressetag des 80. Genfer Autosalons hatte ich die Gelegenheit die Enthüllung der neuesten Studie der europäischen Innovationsschmiede von Hyundai zu sehen. Auf den großleinwandigen Videobeamern wurde der Pressetermin angekündigt und überall schwirrte Personal von Hyundai herum um die TV-Übertragung und Präsentation in die Wege zu leiten. Nach dem Abzählen des Timers war es dann soweit …

BASF und Hyundai präsentieren das Auto der Zukunft - den i-flow
Hyundai i-flow [ 2010 | Limousine ]
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  • Konzeptauto i-flow mit vielen BASF-Inovationen ausgestattet
  • Mehr Möglichkeiten für Design und Umweltschutz durch frühzeitige Kooperation der Partner

Hyundai und die BASF - The Chemical Company - haben auf dem Genfer Automobilsalon ihr gemeinsam entwickeltes Konzeptauto [20] i-flow (Flickr it!) vorgestellt. Auf dem Hyundai-Stand 1031 in Halle 1 konten sich die Besucher und Presseleute selbst ein Bild von den Technologien und Materialien machen, die so kombiniert noch nicht in einem Automobil verwendet wurden und die Möglichkeiten künftiger Mobilität zeigen. Das Interieur des i-flow begeistert zum Beispiel mit einem revolutionären Sitzkonzept, und die hochlänzende Liquid-Metal-Effektlackierung ist nicht nur ein Blickfang, sondern dank Wasserbasis-Technologie auch noch umweltfreundlich.

Hyundai i-flow 2010

Ein Meilenstein in der Werkstoffverarbeitung

Hyundai i-flow 2010 Interieur“Der i-flow ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Auto der Zukunft. Da Hyundai uns frühzeitig in die Entwicklung einbezogen hat, konnten wir unsere Stärken einbringen und freuen uns nun über das hervoragende Ergebnis unserer Zusammenarbeit”, sagte Dr. Wolfgang Hapke, der Leiter der BASF-Unternehmensbereichs Performance Polymers auf den Pressetagen bei der Vorstellung des Konzeptautos in Genf.

“Die BASF hat sich als echter Partner erwiesen, mit dem wir gemeinsam innovative Lösungen für Design und Technik entwickeln können. Zum Beispiel ist unsere Formensprache “fluidic sculpture” durch die innovative Lacktechnik des i-flow besonders plastisch zum Ausdruck gebracht”, erklärte der Leiter des Hyundai Europa Design Ceters, Thomas Bürkle.

Die Beiträge der BASF zum i-flow ermöglichen einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch, eine geringere Umweltbelastung, neue Freiheiten für das Design sowie mehr Komfort und Sicherheit. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Mobilität.

Ein Beispiel für den resourcenschonenden Einsatz von stabilen Leichtbauwerkstoffen ist ein Konzept für das Sitzgestell des i-flow. Dazu gehört Ultramid Balance, ein Polyamid, dazu 60 % aus erneuerbaren Rohstoffen gefertigt wird, aber auch andere thermoplastische Kunststoffe sowie Energie absorbierende Schäume. Gemeinsames Ziel war es, soviel Gewicht wie möglich durch den Einsatz von Kunststoffbauteilen einzusparen.

Hyundai i-flow 2010 BASF-InterieurLuquafleece ist ein freuchtigkeitsabsorbierendes Gewebe, das in den Sitzen dafür sorgt, dass die Insassen auch im Sommer angenehm klimatisiert reisein. Elastollan, das thermoplastische Polyurethan-Elastomer, bildet auch anspruchsvolle Oberflächendesigns detailgetreu ab, ist abriebsfest und lässt sich in den aktuellen dunklen und hellen Interieurfarben einfärben. Bei der Armaturentafel zeichnet sich der BASF-Kunststoff Elastoskin, ein Polyurethan-Werkstoff, durch hochwertige optische und haptische Anmutung aus. Er hat eine weiche und angenehme Oberfläche bei gleichzeitig größtmöglicher Designfreiheit für Farbe und Oberflächenstruktur.

Besseres Energiemanagement durch neuartige Stoffe

Ein eindrucksvolles Beispiel für Hochtechnologie ist das Energiekonzept des i-flow. Der moderne Dieselmotor ist mit einem Hartschaum-Isolationssystem aus Polyurethan (PU) umkapselt, das den Motor und die Umwelt schont. Gerade im Kurz- und Stadtverkehr kommen Motoren nur langsam auf Betriebstemperatur oder kühlen schnell wieder ab. Die thermische Motorkapselung mindert diesen Effekt und reduziert die Schadstoffbelastung und den Kraftstoffverbrauch. Zusätzlich wird die Wärme des Abgassystems mittels Thermoelektrik in elektrische Energie umgewandelt und unterstützt so das Bordnetz. Das alles senkt den Treibstoffverbrauch deutlich.

Ein neuartiger Katalysator der BASF verbindet vier Technologien zur Senkung der Emissionen in nur zwei Bauteilen. Dies führt dazu, dass die zunehmend strengen Abgasnormen von Automobilen zu vergleichsweise günstigen Kosten eingehalten werden können. Gleichzeitig spart diese Lösung Gewicht und Platz.

Hyundai i-flow 2010 InterieurMit passivem Wärmemanagement lassen sich weitere Einsparungen im Energieverbrauch erzielen. So sorgt im Innenbereich des Fahrzeugs eine breite Palette an infrarot-transparenten und infrarot-reflektierenden Pigmenten für kühlere Kunststoffoberflächen von Armaturenbrett, Sitz oder Mittelkonsole. Pigmente der Produktfamilien Sicotan, Sicopal und Lumogen ergeben sehr dunkle oder schwarze Oberflächen, die unter Sonneneinstrahlung spürbar kühler bleiben, und tragen so zu mehr Komfort sowie geringerem Energieaufwand für die Klimatisierung bei.

Im modernen Autointerieur wird ein Maximum an Komfort verlangt. Die BASF Innovation Steron, eine Umkehr-Beschichtungstechnologie, bietet unterschiedliche Designoptionen mit verschiedenen Strukturen - vom weichen Samt bis hin zur Seidenanmutung, die immer ein natürliches haptisches Gefühl behalten.

Ein glänzendes Ergebnis im wahrsten Sinne des Wortes liefert die BASF Coatings mit der Lackierung. Der Luquid-Metal-Basislack verleiht der Fahrzeugstudie einen strahlenden Teifenglanz, fast als wäre der i-flow verchromt und nicht lackiert. Der innovative Klarlack iGloss gibt der Oberfläche des Lacks zudem eine extrem widerstandsfähige Schutzschicht gegen Kratzer und Umwelteinflüsse.

Der i-flow zeigt den derzeitigen Stand der Entwicklung von Materialien und Technologien im Automobilbau. Die BASF als größter Automobilzulieferer der chemischen Industrie überhaupt kann mit ihren Innovationen einen entscheidenden Beitrag zum Auto der Zukunft leisten.

Weiterführende Links zum i-flow:
Auto-motor-und-sport.de
Futuristisch gestylter Sonata-Nachfolger
Autobild.de
Kommt so der Sonata-Nachfolger?
Speedheads.de
Hyundai i-flow HED-7: Die futuristische Macht der Bionik

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