alt. Brennstoffzelle
Die alternativen Antriebstechnologien
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Bei der Brennstoffzelle handelt es sich um eine galvanische Zelle, die durch Zuführen eines Brennstoffes hauptsächlich Wasserstoff und eines Oxidationsmittels eine chemische Kettenreaktion ermöglicht und daraus elektrische Energie erzeugt. Aus diesem Grund ist in der Fahrzeugtechnik die Kombination Wasserstoff-Brennstoffzelle & Elektromotor die gängiste Antriebskombination. Es kann aber trotzdem weder als konventionelles Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb klassifiziert werden wegen des fehlenden herkömmlichen Verbrennungsmotors noch als Elektrofahrzeug, da die hauptsächliche Elektrizitätsenergie nicht zum Abruf in einer Batterie gespeicheirt wird sondern tatsächlich an Bord erzeugt wird. Aus diesem Grund hat sich der Brennstoffzellenantrieb in der Automobilbranche als eigenständige neue alternative Antriebsart bis dato durchgesetzt und wir wollen das hier auch nicht anders handhaben.
Weltweit beschäftigen sich sehr viele Automobilhersteller derzeit mit der Forschung, Entwicklung und serienmäßiger Umsetzung dieser innovativer Technologie in Brennstoffzellenfahrzeugen. Darunter sind Unternehmen wie Daimler-Benz, Honda, General Motors, Toyota, Hyundai, Volkswagen, Chrysler zu nennen. Die wohl größten Fortschritte hinsichtlich Serien-Brennstoffzellenfahrzeug hat Honda gewagt mit ihrem Modell FCX Clarity, das in unserem Blog an anderer Stelle schon vorgestellt wurde. Auch Daimler-Benz arbeitet schon seit Jahren mit Nachdruck am Projekt F-Cell. Rein von der technischen Umsetzung der Brennstoffzelle als Motor ist die Automobilindustrie schon so weit, dass man von einer absolut neuen Antriebsgeneration reden könnte. Das Problem liegt vielmehr in der Herstellung des benötigten Treibstoffes. Wasserstoff oder (M)Ethanol. Wasserstoff muss künstlich unter Einsatz hoher Energiewerte hergstellt werden, wobei die Energiebereitstellung aus Kraftwerken stammt, die wiederum fossile Rohstoffe als Energielieferant verbrennen. Damit irgendwann in naher Zukunft umweltfreundliche Brennstoffzellenfahrzeuge das gewönhnliche Stadtverkehrbild prägen, muss national und in längerer Sicht sogar global eine völlig neue Energiegewinnungsinfrastruktur entstehen. Der derzeitige politische Wille zur Änderung eines gesamten Versorgungsystems und Erschaffung neuer Wirtschafts- und Energiesysteme scheitert derweil einerseits aber immer noch weltweit an den verantwortlichen Machtlobbys und andererseits an dem zu geringen Wirkungsgrad von Wasserstoff, der gerade mal 20-25 % der eingesetzten elektrischen Energie zurückfliessen lässt.
Vorteile:
Fakt ist …
- … daß bei reinen Brennstoffzellenfahrzeugen Null Emissionen entstehen, deshalb spricht man auch von ZEVs = Zero Emission Vehicles
Nachteile:
Fakt ist aber auch …
- … daß der Wirkungsgrad von Wasserstoff zu gering ist und der Energiegewinn gerade mal bei 20-25 % der eingesetzten Elektrizität liegt
- … daß der benötigte Wasserstoff an anderer Stelle aus klimaunschädlichen Stromquellen bereitgestellt werden muss
- … daß es derzeit weder eine Wasserstoffversorgungsindustrie noch ein erforderliches Tankstellennetz gibt
- … daß (M)Ethan-Gas als Treibstoff von Brennstoffzellen bei direkter Verwendung in modifizierten Verbrennungsmotoren einen höheren Wirkungsgrad hat
- … daß Brennstoffzellenfahrzeuge momentan nur als Stadt- und Zweitfahrzeuge in Frage kommen oder bei Verwendung im öffentlichen Nahverkehr einen wirtschaflichen Sinn ergeben könn(t)en









