Giugiaro [GIU] (4)
Italdesign Giugiaro. Style. Engineering. Testing. Prototyping. Industrial Design.
Gegründet wurde Italdesign Giugiaro 1968 in Turin, damals noch unter dem Firmennamen Studi Italiani Realizzazione Prototipi S.p.A von den Familien Giugiaro und Mantovani. Die Partnerschaft zwischen Giorgetto Giugiaro und Aldo Mantovani hat sich zu jener Zeit zum Ziel gesetzt im Auftrag der italienischen Automobilindustrie Fahrzeuge zu entwerfen, zu modellieren und zu testen bis zur vollständigen Serienreife. Einer der ersten Auftraggeber war denn auch niemand anders als Alfa Romeo. Auf der Turiner Automesse im selben Jahr präsentiert dieses italienische Ingenieurs-Duo auch seinen ersten eigenen Fahrzeugentwurf namens Bizzarrini Manta, das erste von inzwischen mehr als 75 Konzepten auf Basis sämtlicher namhafter Automobilhersteller.
In den 70-er und 80-er Jahren entwickelt sich Italdesign Giugiaro zum Autodesigner schlechthin und macht sich durch die Arbeit an den VW-Modellen Golf, Passat und Scirocco einen Namen und gelangt so zu weltweiter Popularität. BMW und Hyundai sind eine der nächsten großen Marken, die mit Giugiaro eine Partnerschaft eingehen. 1974 konzipiert Giugiaro den Pony, das erste koreanische Serienfahrzeug von Hyundai. 1 Jahr später klopft Lancia an die Tür und es entsteht die Modelllinie Delta. Fiat liess sich den Panda entwerfen, ein kleines Auto, das maximale Passagieranzahl transportieren konnte zu niedrigsten Produktionskosten. Mitte der Achtziger entwickelt Italdesign Giugiaro neue Informationstechnologien wie CAS, CAE, CAM und CAD, allesamt Computerprogramme zur rational industriellen Konzeption von Fahrzeugen, deren Modellierung und Produktionstauglichkeit. In diesen Jahren designed das Unternehmen für die Fiat Gruppe 3 Modelle, darunter den Uno, Thema und Chroma. Man entwickelt Programme für Seat, Renault, Chrysler, Ford und Toyota.
Zu Beginn der 90-er wird die Studi Italiani Realizzazione Prototipi S.p.A zur Gruppe als es SALLIG akquiriert, ein Unternehmen, dass sich seit 1968 auf das Design und die Herstellung von Stoffen für Prototypelemente im automobilen Sektor spezialisiert hat. 1984 kommt ETM, Engineering Technology Methods hinzu. Internationalisiert wird die Gruppe durch einen Eintritt auf den spanischen Markt mit der Gründung von Diseño Industrial Italdesign Srl im Jahre 1992. Man will hier speziell für den spanischen Markt industrielle Konzepte und Modelle entwerfen. 1996 wird durch das Technology Design Consortium eine 50-50 Joint-Venture mit der Fata Group S.p.A. eingegangen um seine Dienstleistungen auch für den asiatischen Markt anbieten zu können. 1999 bekommt die Gruppe denn auch ihren heutigen Namen - Italdesgin-Giugiaro S.p.A.
Zur Jahrtausendwende entstehen neuen Firmenprojekte in Spanien, Frankreich, Deutschland und Südkorea. Heute nach mehr als 35 Jahren blickt Italdesign-Giugiaro auf eine Firmengeschichte, die 120 serienfertige Prototypen entwickelt hat für alle namhaften europäischen Automobilhersteller wie Alfa Romeo, Audi, BMW, Fiat, Ford Europe, Lamborghini, Lancia, Lotus, Maserati, Renault, Saab, Volkswagen, Volvo und die PSA Group. Auf dem asiatischen Markt arbeitete man für und mit den großen japanischen Traditionsunternehmen Daihatsu, Isuzu, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Subaru, Suzuki und Toyota, sowie den koreanischen Hyundai und Daewoo. In dieser Liste dürfen natürlch auch amerikanische Autobauer nicht fehlen wie American Motors, Chrysler, Ford und General Motors.
Alles in allem eine beeindruckende junge Firmengeschichte, die wir seit 2007 mit den Besuchen des Genfer Auto-Salons auf dieser Seite mit der Präsentation der gezeigten Konzepte würdigen:
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Solch einen Sportwagen konnte man nur von Giugiaro erwarten. Die superflache Milchschnitte-Form, der 3,5-Sitzer ist gerade mal 1,23 m hoch, ist mitunter das windschnittigste was ich jemals bis jetzt gesehen habe. Wie beim abstrakten Querschnitt eines Samurai-Schwertes zieht sich in diesem Gebilde das schwarze Glasdach fast von der Fronthaube bis zum Heck. Kurz hinter den Insassen werkelt ein V6 Benziner, vorne in der Front ein Elektromotor, die Technologie stammt von Lexus. Damit soll der Quaranta mit seinem Ultraleichtgewicht von 1400 kg von 0 auf 100 in 4 Sekunden schiessen und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen. 
Durch die zentrale Position des Fahrers und die seitlichen Sitze im Cockpit kann man dabei die 3-köpfige Familie mitnehmen. Hinter dem Kopf des Fahrers befindet sich sogar die Möglichkeit im Kindersitz ein Kleinkind auf die rasante Autobahnfahrt mitzunehmen und sich sein Bäuerchen den Nacken runterfließen zu lassen. Spaß beiseite - die Anordnung der Sitze auf so engem Raum im Cockpit ist schon fantastisch. Genauso futuristisch ist der sämtliche Verzicht auf Rückspiegel, den rückwärtigen Verkehr beobachtet man auf Bildschirmen, die im Armaturenbrett links und rechts angebracht sind. Selbst auf dem Dach befindet sich eine rückwärts gerichtete kleine Kamera, die ihre Live-Bilder permanent an den Fahrer schickt. Denn bei diesem Geschoß wird man mehr Fahrzeuge hinter sich lassen, denn vor einem herfahren sehen. Die gesamte Cockpitkanzel wird hochgefahren um den Einstieg ins Innere zu ermöglichen. Auf dem Dach können sogar Solarpanelle angebracht werden zur zusätzlichen Stromversorgung, so hat man noch ein kleines Solarkraftwerk. Selbst ein Kofferraum ist vorgesehen, also kann man hier schon von einer Familienlimousine der anderen Art sinnieren.
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In 30.000 Stunden Werkstattarbeit wurde der Wagen vorne verlängert, hinten um 60 mm verkürzt, die Spur wurde vorne um 30 mm und hinten um 80 mm verbreitert und der Sportbolide um 37 mm tiefergelegt. Über das gesamte Dach zieht sich eine schwarztranparente Panoramadachscheibe, der Wagen bekommt Flügeltüren, ein anderes Heckleuchtendesign, innen sind die Sitzbezüge aus echtem Pferdefell und -leder mit eingestickten Mustang-Logos in den Kopfbezügen überspannt, außen erstrahlt dieses geile Teil in einer orangenen Lackierung. Unter der Haube arbeiten 500 Mustangs der Shelby-Version von Ford in einem 4,8-Liter-V8-Motor mit einem leistungsförderndem Kompressor inklusive Ladeluftkühler. Dieses Auto wird es aber dennoch nicht als neue Serie bei Ford geben, so bleibt der Mustang GT by Giugiaro ein exklusives Einzelstück prototyper Bauart für Konzeptcar-Träumer.
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Hier handelt es sich um eine Sportwagen-Zukunftsfantasie mit einem BMW-Wasserstoff-V12-Antriebsaggregat, das seitlich neben die 2 im Jetstil hintereinander angebrachte Einzelsitze positioniert wurde. Ausserdem verfügt das Fahrzeug über einen 550 Liter großen Kofferraum. Das Triebwerk wird mit einer By-Wire-Technologie, die aus dem Flugzeugbau schon tausendfach erprobt wrude, angesprochen. Dabei handelt es sich um die kabellose Steuerung d.h. elektronische Befehlsweitergabe zwischen den wichtigen Modulen Lenkrad, Joystick, Pedal und Lenkung, Bremsen etc.
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Italien ist bekannt für seine gute Küche, schöne Frauen, schnelle Autos, defensiven Fußball und stilvolles Design. Wenn wir uns auf das zuletzt aufgeführte konzentrieren, wird immer wieder unweigerlich folgender Name auftauchen - Giugiaro.












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