Mercedes [MBE] (2)
Mercedes-Benz. Weiter denken.
Die bekannteste Automarke weltweit hat ihren Ursprung Ende des 18. Jahrhunderts mit ihren Gründervätern Daimler und Benz. Zuerst entstanden 2 völlig separate Unternehmen: auf der einen Seite gründete Karl Benz 1883 in Mannheim Benz & Co. und auf der anderen Seite war Gottlieb Daimler 1890 in Cannstatt der Gründervater der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG). Während die Schutzmarke Benz & Cie. bis 1909 fast unverändert blieb, nannte sich die DMG um die Jahrhundertwende in den wohlklingenden Namen Mercedes um.
Warum aber Mercedes? Und nicht Brigitte oder Dörte?
Diese Gottlob gute namentliche Entscheidung hat seinen Ursprung in der Person Emil Jellineks und der Geburt seiner Tochter mit dem Namen Mercedes. Mercedes ist eigentlich ein spanischer Frauenname und bedeutet übersetzt “Gnade”. Emil Jellinek war ein Beamter und tüchtiger Geschäftsmann, der sein erstes Automobil bei der DMG bestellte und damit anfing Rennen zu fahren. Durch die Renn”Wochen von Nizza” forderte er immer stärkere und schnellere Autos mit leistungsstärkeren Motoren. Durch seine Beziehungen zur Aristokratie und zur Finanzwelt, seinen Rennfahrernamen Mercedes fing er an immer mehr Autos quasi als Zwischen-und Großhändler an die “obere Schicht” zu vertreiben. Daraus ergab sich dann 1900 zwangsläufig die geschäftliche Beziehung und Namensgebung Daimler-Mercedes und deren “Großvertrieb in damaligen Massstäben. So war denn auch der absolut erste Mercedes ein 35 PS starker Wagen entwickelt von Wilhelm Maybach, dem damaligen Chefkonstrukteur bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Ab 1902 durfte sich Jellinek auch rechtlich Jellinek-Mercedes nennen. Der Name seiner Tochter wurde somit zu dem heutigen Markennamen, denn jedes Kleinkind in Ost und West, Süd und Nord kennt.
Was ist aber ein Name ohne ein einprägsamses Zeichen (modern: Logo) wert?
1902 wurde zum Namen Mercedes der dreizackige Stern patenamtlich angemeldet. Gottlieb Daimlers Söhnen Paul und Adolf fiel ein, dass ihr Vater damals als technischer Direktor bei der Gasmotorenfabrik Deutz auf einer Ansichtskarte von Köln und Deutz sein Wohnhaus mit einem dreizackigen Stern kennzeichnete. Dieser Dreizack in abgewandelter Form mit einem Kreis steht heute für die universelle Ausrichtung der Mobilität “zu Lande, zu Wasser und in der Luft“. 1921 folgten abgewandelte Patenamtanmeldungen des Sterns, 1923 war es dann als Warenzeichen rechtlich geschützt.
Um den Persönlichkeiten-Stammbaum der heutigen Daimler AG zu vollenden muss noch ein wichtiger Name fallen: Bertha Benz geb. Ringer. Unmerklich haben wir bis jetzt etwas von
- Gottlieb Daimler, den unternehmerischen Gründervater der Daimler-Motoren-Gesellschaft
- Wilhelm Maybach, Chefkonstrukteur der Daimler-Motoren-Gesellschaft und persönlichen Freund von Gottlieb Daimler,
- Emil Jellinek, Geschäftsmann und Großvertreiber von Automobilen der DMG und Erfinder der Marke Mercedes,
- Karl Benz, den unternehmerischen Gründervater der Benz & Co,
gehört, doch die finanzielle Selbstaufopferung durch Einsatz ihrer Mitgift und die erste Werbe-Fernfahrt von Mannheim nach Pforzheim, Bertha Benz Geburtsort, mit dem dreirädrigen Wagen mit Gasmotorantrieb rettete dem verschuldeten Karl Benz damals die Lederhosen und überzeugte das staunende Publikum von der Nützlichkeit seiner Erfindung.
Kommen wir aber zum eigentlichen Produkt zurück. Aus dieser Daimler-Benz-Jellinek-Symbiose aus individuellem Mobilitätsgedanken und dem Rennsport entwickelt sich in einer mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte die heutige Daimler AG als Dachorganisation für alle Geschäftsfelder mit seiner wichtigsten Tochtergesellschaft Mercedes-Benz, die mit ihrem unzähligen massenproduzierten Fahrzeugen den Privaten und Gewerblichen eine Fortbewegungsgrundlage bietet, so wie im Rennsport z.B. der Formel-1 ebenfalls Maßstäbe setzt. Die gesamte Geschichte des Automobils von Daimler und Mercedes-Benz kann von ihren Anfängen bis zum heutigen Stand im Mercedes-Benz-Museum in architektonisch beeindruckender Doppelhelix-Bauweise besichtigt werden.
Heute steht Mercedes-Benz an der obersten Weltspitze mit einer der größten Modellpalette überhaupt. Darunter sind zu nennen die sensations-und pressewirksamste A-Klasse, die neue B-Klasse, die C-Klasse mit ihren Subsegmenten CL, CLC, CLK, CLS, die E-Klasse, die G-Klasse mit ihren Subsegmenten GL und GLK, die M-Klasse, die R-Klasse, die luxuriöse S-Klasse mit ihren Subsegmenten SL und SLK, derm Sportwagen SLR und der Van-Klasse.
Auf europäischen Automessen hält sich Mercedes-Benz mit der Vorstellung von Konzeptfahrzeugen ziemlich verschwiegen und introvertiert. So wurden seit 2007 gerade mal diese Modelle in Frankfurt, Genf und Paris gezeigt:
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Zurück zur Vision.
Für gutes Fahrgefühl sorgt das Zusammenspiel zwischen Agility Control-Fahrwerk, 7G-Tronic, also das 7-stufige Automatikgetriebe, und der 4Matic-Allradantrieb. Als Motor dient die sauberste Dieseltechnologie mit reduziertem Stickoxidaustoss unter dem Slogan BlueTec. Informationen zum versteckten Hybrid sucht man auf der Microsite vergeblich. Stattdessen gibts im Innenraum Comand APS, welches die nötigsten Audio-, Telefon- und Navigationseinstellungen am Lenkrad vereint. Dazu 3-Zonen Thermotronic Klimatisierungsautomatik und 7 Zoll TFT-Displays für medialen Fond-Entertainment-Genuss. Das Ganze natürlich in gewohnt traditioneller Mercedes-Benz Silber(pfeil)optik-Lackierung.
Der Hybridantrieb in Kombination mit einem Vierzylinder-Dieselmotor leistet 224 PS, verbraucht aber im Schnitt nach NEFZ zur Konkurrenz nur 5,9 Liter/100 km Adblue-Diesel. Mit diesem weltweit geringsten Verbrauch für ein SUV-Modell belastet der Schwabe die Umwelt mit 157gr/km CO2-Emissionen. Trotzdem erreicht man die 100 km/h-Grenze in 7,3 Sekunden und bringt es zu einer Höchstgeschwindikgeit von immerhin noch 215 km/h. Auch wenn die derzeit kritische Stimmung gegenüber großprotzigen SUV-Mobilen mit Subventionen aus Steuermitteln für Besserverdiende ein akutes Thema in der Öffentlichkeit ist, muss man(n) dieses Fahrzeug-Segment mit seinen Vertretern und den technischen Fortschritt in Vergleich setzen zu adäquaten Modellen vor 20 Jahren. und deren Verbrauch respektive Umweltbelastung. Die Leistungseinsparung bei gleichbleibenden Performance-Werten ist so gesehen enorm. Echte Vorteile in Hinblick auf Emisionseinsparungen wird aber die BlueTec-Hybridtechnologie erst bieten, wenn sie für moderate Preise für die breite Masse in A-und B-Klassen zu haben sein wird. Dies ist im Augenblick leider noch nicht der Fall.
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aus der Mercedes-Benz Entwicklungsabteilung gezeigt. Es handelt sich um eine 5,17 m lange Reiselimousine mit einer völlig neuartigen Motorinnovation - dem DiesOtto. DiesOtto klingt doof, verbindet aber die Vorzüge und die Spritzigkeit eines Benzinmotors mit der Sparsamkeit eines Diesels. So soll diese Luxuslimousine gerade mal 5,3 l/100 km verbrauchen bei einem CO2-Ausstoss von gerade mal 127 g/km. Zum Vergleich: Der Fiat Panda Aria liegt bei 69 g/km, doch können wir diese 2 Fahrzeuge ansonsten tatsächlich vergleichen? Wohl nicht.
Denn im F700 wird auch neueste Technik ausprobiert. Wie z.B. das aktive Pre-Scan-Fahrwerk. Durch 2 Sensoren unter den Scheinwerfern wird die Oberflächenbeschaffung des Untergrundes sekündlich abgetastet und das hydraulische Fahrwerk gleicht die Unebenheiten aktiv aus. Dies ermöglicht 100 %-igen Reisekomfort. Der Fahrer kann sich bei der Wahl eines Navigationszieles mit dem Avatar, einem virtuellen Bedienungsassistenten “absprechen”. Die Technik heisst Servo-HMI (Human Machine Interface) und soll sowohl schonend für die Augen wie auch trotz seiner Komplexität immer noch userfreundlich gestaltet sein. Im Innenraum herscht entspannte Lederatmosphäre, die Sitze sind einzeln integriert, der Sitz hinter dem Beifahrer ist entgegen der Fahrtrichtung angebracht, aus welchem man gemütlch ferngucken kann oder sich mit seinem Gegenüber leger und entspannt unterhalten kann. Die 2 Dachscheiben lassen natürlichen Sonnenlichteinfall für die hinteren Fondpassagiere zu. Alles in allem halten wir dieses pompöse Concept Car trotz der gegenläufigen Pressemeinung für ein Wunderwerk der Technik und das Beste was Mercedes-Benz in den letzten Jahrzehnten auf die Showbühne gestellt hat. Wäre schade, wenn es nur ein Showcar bleiben würde auch wenn es ähnlich dem Maybach nur in einer kleinen Anzahl hergestellt werden würde und wegen seines hohen Anschaffungpreises nur von Reichen und Reicheren dieses Planeten in Besitz genommen werden würde.
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